go-qi loving & losing and feeling it all
Die Kunst, wahrhaftig zu leben
Wahrhaftig zu leben ist heute kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Es ist das, was die Not wendet, die Freude zurückholt, dich wieder lebendig macht und in deine Mitte zurückbringt – auch wenn die ganze Welt im Umbruch ist und es sich oft beunruhigend anfühlt.
Das Fundament
Gewahrsein ist alles. Mehr ist nicht zu tun.
Die Art und Weise, wie wir die Dinge betrachten, ist die zentrale Kraft bei der Erfahrung unseres Lebens. Und nicht nur dabei, es ist auch die zentrale Kraft bei der Erschaffung unseres Lebens.
Gewahrsein bedeutet, ein Beobachter im Reich der Sensationen zu sein. Sich nicht ablenken lassen, sondern ganz da sein. Nicht im unbewussten Rausch ertrinken, sondern immer wieder in die Bewusstheit zurückkehren. Mit anderen Worten, sich immer wieder bewusst für diesen Moment zu entscheiden.
go-qi ist die unantastbare Einladung, in der eigenen inneren Mitte zu ruhen mit dem Leben, wie es gerade ist.
Ist man in seiner Mitte, verändert man sich nicht nur selbst, es verändert sich auch alles um einen herum. Ganz von allein. Erlaubt man allem, zu sein wie es ist, blüht das Leben auf. Denn alles im Universum will anerkannt und gesehen werden. In dem Moment, in dem der Widerstand schmilzt, transformiert sich das Erleben in Liebe. Es verliert seine störenden Signale und belastet uns nicht länger.
Die große Illusion
Nichts im Außen kann dir deinen Wert bestätigen. Nichts im Außen kann dir deine Souveränität nehmen.
Oft glauben wir über Jahre hinweg, im Außen kämpfen zu müssen. Wir wollen, dass die Umstände sich ändern, dass andere sich verändern, oder dass sie den Schmerz anerkennen, den sie uns zufügen. Doch im reinen Gewahrsein offenbart sich die wahre Dynamik hinter diesem Schleier:
Es ging niemals um das Gegenüber. Es ging immer nur um uns selbst. Um unseren eigenen Wert. Wir wollten den Beweis, dass wir wertvoll sind, im Außen erzwingen. Ihn erkämpfen. Doch die tiefste Erkenntnis zeigte, wir brauchen dafür keine Bestätigung aus einer unbewussten Matrix. Wir selbst bestimmen unseren Wert, indem wir die Fesseln der Vergangenheit sprengen und uns selbst voll und ganz anerkennen. Das ist der Zugang zu unserer Freiheit. Weil wir es uns wert sind.
Weil du es wert bist. Weil du wertvoll bist.
Sobald die Illusion durchschaut ist, wird die heiße Kartoffel des Selbstwerts nicht länger in unzuverlässige Hände gelegt. Der Kampf hört auf, wir sind wahrhaftig souverän. Sind das, was wir sind: reines Gewahrsein. Erlösende Liebe. Unendlich wertvoll.
Die glorreichen 7 des Gewahrseins
- Radikale Akzeptanz – die radikale Erlaubnis, dass alles sein darf, wie es ist (LOVING)
Wir lassen alles radikal genau so sein, wie es ist. Kein Ankämpfen mehr gegen die Realität des Augenblicks. Kein Widerstand gegen das, was ist. Was da ist, darf da sein. Denn alles will gesehen, will anerkannt werden. Indem wir die Dinge ins Licht des Bewusstseins heben, fühlen sie sich gesehen und dürfen sich in Liebe auflösen. Denn Gesehen-werden ist Liebe.
- Vertrauen in die eigene Wahrnehmung – die radikale Erlaubnis, der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen (LOSING)
Wenn du deiner Wahrnehmung vertraust, wird dir so manche Illusion abhanden kommen, und du wirst Dinge und Menschen loslassen oder verlieren. Und das ist gut so. Sie waren nie für dich, oder ihre Zeit ist einfach gekommen. Ich werde nicht müde werden, dir zu sagen: Du darfst deiner Wahrnehmung vertrauen. Das ist anfangs schwierig, weil wir konditioniert wurden, den Verstand zum Chef zu machen. Er ist aber bloß der Diener. Wir alle denken zu viel und fühlen zu wenig. Deshalb müssen wir zu einem Leben zurück, wo wir unsere Seele wieder mehr wertschätzen als unseren Verstand. In dir, da gibt es eine Kraft, die weiß, was zu tun ist. Gib deinen Verstand dieser Kraft, dieser Strömung – der Seele – hin und lass dich vom unbestechlichen Körperbewusstsein tragen. Deine Seele spricht über den Körper zu dir. Der Verstand mit seinen Alibis und Ängsten darf sich zurückziehen. Er kennt die Wahrheit nicht, er lügt immer, er muss es nicht ausbaden. Du musst es ausbaden. Es ist der reine Selbsterhalt des Egos, das Angst hat, seine Macht zu verlieren.
- Gefühle fühlen – die radikale Erlaubnis, deine Gefühle nicht mehr zu verdrängen, sondern sie zu fühlen (FEELING IT ALL). Der Akt der größten Liebe.
Wir erlauben uns, alle Gefühle bedingungslos zu fühlen – die angenehmen wie die unangenehmen. Wir flüchten nicht vor dem Schmerz des Menschseins, denn wer den Schmerz wegdrückt, drückt auch die Freude weg.
- Radikale Vergebung – die radikale Erlaubnis, dir selbst und allen Menschen zu vergeben. Der Akt der größten Befreiung. (LOVING)
Menschen sind unbewusste Programme auf zwei Beinen. Sie sind zutiefst konditioniert und spulen nur das Uhrwerk ab, das ihnen in der Kindheit aufgedrückt wurde. Sie handeln aus keiner bösen Absicht, sie können gar nicht anders. Erst Bewusstheit würde Veränderung bringen. Da Bewusstheit aber nichts ist, was wir machen können, sondern reine Gnade, die wir erfahren, dürfen wir radikal vergeben.
- Radikale Stille – die radikale Erlaubnis, dich vom Lärm der Welt zurückzuziehen (LOSING)
Wir kultivieren und beschützen immer wieder bewusste Momente der inneren Stille. Im Innehalten und Lauschen bricht das getrennte Selbst zusammen und die Wahrheit der Quelle wird spürbar. Wir verlieren etwas, was wir nie wollten: von unserem Verstand terrorisiert zu werden. Denn in der Stille gelingt ihm das nicht mehr.
- Authentischer Ausdruck – die radikale Erlaubnis, dich selbst wahrhaftig auszudrücken (FEELING IT ALL)
Wir drücken uns selbst authentisch mit dem aus, was im ewigen Jetzt wirklich in uns da ist. Keine Masken, keine feigen Kompromisse, keine Beschönigungen mehr. Wir drücken uns aus unabhängig davon, was andere von uns denken. Das ist Selbstliebe.
- Zeit zu gehen – die radikale Erlaubnis, nicht berechenbar zu sein, sondern dem zu folgen, was stimmig für deine Seele ist (LOVING & LOSING AND FEELING IT ALL)
Eine nicht mehr stimmige Situation verlassen wir, wenn wir im Frieden mit ihr sind. Wir gehen nicht aus Groll, wir gehen, weil wir die Lektion gelernt und das Erlebnis integriert haben. Es kann vorkommen, dass man in der Tat sofort gehen muss, trotzdem kommt man nicht drumherum, die eigenen Muster zu erkennen, die einen in die Situation geführt haben, sie ins Licht des Bewusstseins zu heben und ziehen zu lassen, da man sonst diese Erfahrung wiederholen wird müssen.
