Das Fundament
Awareness is all there is. Gewahrsein ist alles.
Die zentrale Kraft bei der Erfahrung unseres Lebens ist die Art und Weise, wie wir die Dinge betrachten. Gewahrsein bedeutet, ein aufmerksamer Beobachter im eigenen Thronsaal zu sein. Ganz da zu sein. Bewusst zu sein. Zuzuhören. Hinzufühlen. Es ist die unantastbare Erlaubnis, in der eigenen inneren Mitte zu ruhen – mit etwas, so wie es im gegenwärtigen Moment ist.
Dadurch verändern sich die Dinge von ganz allein. Denn alles im Universum will anerkannt und wertfrei gesehen werden. In dem Moment, in dem der Widerstand schmilzt, transformiert sich das Erleben in Liebe. Es verliert seine störende Rechenleistung und belastet uns nicht länger.
Die große Illusion
Oft glauben wir über Jahre hinweg, im Außen kämpfen zu müssen. Wir wollen, dass andere sich verändern, uns an die erste Stelle setzen oder den Schmerz anerkennen, den sie uns zufügen. Doch im reinsten Gewahrsein offenbart sich die wahre Dynamik hinter diesem Schleier:
„Es ging niemals um das Gegenüber. Es ging immer nur um meinen eigenen Wert. Ich bin es wert, an der ersten Stelle zu stehen. Ich bin es wert, dass mir nicht wehgetan wird. Und ich brauche dafür keine Bestätigung mehr aus einer unbewussten Matrix – ich schenke mir diesen unendlichen Wert ab heute selbst.“
Sobald diese Illusion durchschaut ist, wird die heiße Kartoffel des Selbstwerts nicht länger in unzuverlässige Hände gelegt. Der Kampf hört auf, und die wahre Autarkie beginnt.
Die glorreichen 7 des Gewahrseins
- 1. Radikale Akzeptanz
Wir lassen alles radikal genau so sein, wie es ist. Kein Ankämpfen gegen die Realität des Augenblicks. Was da ist, darf da sein.
- 2. Vertrauen in die eigene Wahrnehmung
Wir lenken die Führung unseres Lebens zurück in das unbestechliche Körperbewusstsein. Der Verstand mit seinen Alibis und Ängsten darf als Passagier auf der Rückbank zuschauen, aber die Wahrnehmung steuert das Auto.
- 3. Gefühle voll durchleben
Wir erlauben uns, alle Gefühle bedingungslos zu fühlen – die angenehmen wie die unangenehmen. Wir flüchten nicht vor dem Schmerz des Menschseins, denn wer den Schmerz wegdrückt, drückt auch die Freude weg.
- 4. Radikale Vergebung
Menschen sind unbewusste Programme auf zwei Beinen. Sie sind zutiefst konditioniert und spulen oft nur das Uhrwerk ab, das ihnen in der Kindheit aufgedrückt wurde. Sie handeln aus keiner bösen Absicht – sie können physisch gerade gar nicht anders.
- 5. Radikale Stille
Wir kultivieren und beschützen immer wieder bewusste Momente der absoluten, inneren Stille. Im Innehalten und Lauschen bricht das getrennte Selbst zusammen und die Wahrheit der Quelle wird spürbar.
- 6. Authentischer Ausdruck
Wir drücken uns selbst zu einhundert Prozent authentisch mit dem aus, was im ewigen Jetzt wirklich in uns da ist. Keine Masken, keine feigen Kompromisse, keine Alibis mehr.
- 7. Der friedliche Aufbruch
Eine ungute Situation wird erst dann aktiv verlassen, wenn wir im vollkommenen, wertfreien Frieden mit ihr sind. Wir gehen nicht aus dem Groll, sondern weil wir wissen, dass wir die Lektion für uns vollständig gelernt und integriert haben.
