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Präsenz

Präsenz

„Martina verfügt über die eigenartige Fähigkeit, in anderen spirituelle Erfahrungen auszulösen.“ – Lisa

 

Man sagt, die Präsenz spiritueller Menschen sei wie ein Dynamo, ihre Gegenwart berühre diejenigen, die mit ihnen in Kontakt kommen, und sie übertragen etwas von ihrer Essenz. Sogar Leute, die mit Spiritualität überhaupt nichts am Hut haben, fühlen sich in der Präsenz dieser Menschen üblicherweise wohler als sonst und bemerken, dass sie sich zu ihnen hingezogen fühlen ohne sagen zu können, warum. Für Menschen, die sich schon auf einem spirituellen Weg befinden, kann dieser Effekt sehr stark sein. Kontakt mit einer spirituellen Person kann bei ihnen der Auslöser sein, auch selbst den finalen Sprung in den Augenblick, ins Hier und Jetzt, zu machen.

 

Das ist einer der Gründe, warum viele spirituelle Traditionen dem Wert der Rolle des Gurus besondere Bedeutung beimessen. Der Guru ist nicht nur wichtig wegen der spirituellen Wegbegleitung, die er/sie uns geben kann, sondern auch weil er/sie uns diese spirituelle Kraft übertragen kann, sodass auch wir einen Geschmack bekommen was es heisst, im inneren Frieden zu sein. Das kann unsere spirituelle Entwicklung sehr beschleunigen.

 

Wenn du mit einer gegenwärtigen Person zusammen bist kann es dir vorkommen, als würde ein stetiger Fluss der Geruhsamkeit fließen. Ein großer Friede überkommt dich bis in die innersten Gefilde deines Seins. Wenn ihr zusammen seid in Stille mag dir auffallen, dass dein Verstand immer ruhiger wird, und vielleicht scheinen die intellektuellen Fragen über das, was da geschieht, die du anfänglich hattest, als du zu dem Treffen kamst, gar nicht mehr wichtig.

 

So lange du es brauchst, werden wir gemeinsam in die Stille eintauchen.

 

Vielleicht beginnst du ein Gefühl von Leichtigkeit und Euphorie zu empfinden. Vielleicht fühlst du, wie dein und mein Wesen eins sind mit allem, was ist. Vielleicht erfährst du dich jenseits aller Probleme und Sehnsüchte. Vielleicht offenbaren sich dir Einsichten, vielleicht gewinnst du Einblick in deine Tiefe, vielleicht kannst du dich plötzlich in aller Klarheit sehen als der/die du wirklich bist.

 

„I am in the midst of an ocean of blazing light. I feel rather than think, this is the primeval stuff out of which worlds are created, the first state of matter. It stretches away into untellable infinite space, incredibly alive.“ ~ Paul Brunton

 

„You don’t have to make any effort to be free.“ ~ H.W.L. Poonja (Papaji)

 

Vielleicht erschließt sich dir ein bleibendes Erfahren der inneren Stille, im Hier und Jetzt, mit einer großen Zufriedenheit und inneren Ruhe und ohne den Wunsch, irgendetwas möge anders sein als es ist.

 

Vielleicht ist dein Leben sehr stressig, aber dir wird bewusst, dass dieser Stress keine Auswirkung mehr auf dich hat. Vielleicht fällt dir auf, dass das, was passiert, nicht deshalb geschieht, weil wir darüber sprechen, sondern einfach, weil wir bewusst in Stille zusammen sind, ganz hier, ganz anwesend.

 

Das ist immer die Antwort. Sich dem Moment ausliefern, hingeben, mit ihm eins werden, ja, dieser Moment zu werden, ES zu werden, das Unaussprechliche, das sich uns offenbart, wenn unser Verstand ganz tief zur Ruhe kommt.

 

Hier gibt es keinen intellektuellen Zugang mehr zu unserer Spiritualität. An diesem ruhigen Ort hören wir auf, krampfhaft alles mit dem Verstand begreifen zu wollen, die Mechanik verstehen zu wollen von dem, was abgeht – wir könnten es die Berührung durch DIE WAHRHEIT nennen (nicht meine Wahrheit oder deine Wahrheit), nein, die gehört niemandem, und dennoch gibt es sie. Das ist die Dimension, die man nur direkt erfahren kann, das ist kein Gedanke, kein Gefühl, keine Emotion, am ehesten kann man es als ein inneres Wissen bezeichnen; das verlässliche innere Wissen darüber, wer du bist.

 

Vielleicht fällt dir auf, dass deine Atmung langsamer wird, vielleicht fällt dir auf, dass du Dinge langsamer tust als früher, mit einer natürlichen Bewusstheit und Achtsamkeit. Wurde der Verstand ruhig und still, fällt dir auf, wie schön und lebendig alles im Aussen doch ist.

 

Spirituelle Erlebnisse weisen uns darauf hin, dass „Aura“ kein theoretisches Konzept ist, sondern eine Tatsache. Sie zeigen uns, dass unser Sein, unsere Lebensenergie nicht nur auf unseren Verstand und Körper begrenzt ist, nein, wir strahlen das aus und erschaffen dadurch eine Atmosphäre um uns herum (= unsere Aura), welche andere Menschen beeinflusst und mit ihnen in Kontakt tritt ohne unser Wissen. Jeder von uns hat schon Leute getroffen, bei denen man sich instinktiv zurückzieht, und solche, bei denen man sich angezogen fühlt. Mancher Menschen Lebensenergie ist so pur und hat so starke, positive Qualitäten, dass sich alle in ihrer Umgebung fühlen als würden sie von Ruhe und Glück überflutet.

 

Spirituelle Erlebnisse sind mehr als Gefühle, sie können eine neue Vision bringen, Einsichten, Offenbarungen. Einer der wichtigsten Aspekte ist die Tatsache, dass der spirituelle Funke ansteckend, ja übertragbar ist. Zustände der Freude und Glückseligkeit können sich durchaus von Person zu Person verbreiten und ausbreiten – und ebenso die Vision der Einheit, die Erkenntnis, dass die essenzielle Realität unseres Universums die eines unbegrenzten Ozeans von Bewusstheit ist.

 

Endlichkeit, Begrenzung und Trennung sind nur Konzepte des Verstandes, die sich bei genauerer Betrachtung als völlig haltlos erweisen.

 

Eine gemeinsamen Sitzung in totaler Präsenz kann zu Transformation führen. Die Erfahrung selbst ist wie ein Wunder; wenn wir anfangen zu verstehen, dass unsere scheinbare Individualität eine Illusion ist, die nur auf der Ebene des Verstandes besteht. Still sein ist ansteckend und wir alle sind Teil eines unsichtbaren Ozeans, genannt „Spirit“. WE ALL ARE ONE.