go-qi
Gespräch mit Martina

Gespräch mit Martina

go-qi, was heisst das?

In mir, da gibt es einen Raum. Bin ich in diesem Raum, verändere nicht nur ich mich, es verändert sich auch alles um mich herum.

Wie mache ich das?

Ich gehe nach innen, in die Stille.

Was bringt es mir?

Je unrunder ich laufe, desto mehr brauche ich die Erfahrung, dass ich unabhängig von den äußeren Umständen in mir selbst etwas verändern kann.

Wenn das Leben droht, mich zu zerreissen, brauche ich ein Werkzeug, das mir hilft, um aus dem, was mich überfordert oder bedroht, herauszukommen. go-qi bietet solche Werkzeuge.

Wie fange ich an?

Indem ich mich bewusst dafür entscheide.

Macht es viel Arbeit?

Stille ist die wirksamste Form von Arbeit.

Die Krankheit?

Ich lasse mich darauf ein. Sie möchte mir etwas zeigen, was tiefer liegt. Sie wird vorbeigehen und ich werde nicht mehr dieselbe sein.

Angst?

Wenn Angst auftaucht, werde ich sie fühlen. Hoffentlich kann ich sie vollständig fühlen, ohne mich von ihr vereinnahmen zu lassen.

Schmerzen?

Sie erinnern mich daran, dass ich nicht genug liebe.

Verlust?

Erst als ich bereit war, alles zu verlieren, habe ich alles gewonnen.

Präsenz?

Täglich übe ich, nicht mehr zu kämpfen, sondern mit dem zu sein, was ist.

Immer vollständiger mit dem sein zu können, was ist, und das Leben, wie angenehm oder unangenehm auch immer, durch mich hindurchfließen zu lassen, ohne es aufzuhalten, ohne mich daran zu klammern, das ist meine Übung. Meine spirituelle Praxis.

Freude?

Der Freude zu folgen und nicht dem Schmerz ist lebensnotwendig. Für mich war das etwas, was ich lernen musste.

Bewusstsein?

Unser Bewusstsein mit anderen zu teilen ist ebenso lebensnotwendig. Es ist das, was uns Menschen ausmacht.

Glauben?

Die Geschichten, von denen wir glauben, dass sie wahr sind, werden zu unserem Leben.

Die Gesellschaft?

Ich darf mich nicht vom Außen, von der Gesellschaft mitreissen lassen. Ich muss mir meine eigene Achtsamkeit bewahren.

Effizienz?

Das Falsche nicht zu tun ist immer die größte Effizienzsteigerung.

Niemals wieder unterschätze ich…

… die Auswirkung der Menschen in meiner Umgebung auf mich.

Der Schlüssel?

Stress eliminieren.

Um so entspannter ich bin, um so mehr Heilung kann geschehen.

Um so mehr ich in mir, in meinem Sein ruhe, um so mehr innere und äußere Wandlung kann geschehen – in mir und in den Menschen um mich herum.

Abschied?

Nur das Unbekannte befreit uns.

Die Liebe?

Irgendwann kommt der Punkt, an dem das Einzige, was in dieser Welt noch Sinn macht ist, so vollständig wie möglich zu lieben.

Unter allen Umständen?

… bleibe ich mir selbst treu. Okay, ich versuche es zumindest.

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